27.09.2018 Hörverstehen Lehren & Lernen

Workshop: "Hörverstehen Lehren & Lernen: Verarbeitungs­prozesse im Gehirn und die methodische Umsetzung zur Ausbildung von Hörstrategien in der Praxis"

Im theoretischen Teil dieser Veranstaltung beschäftigen wir uns mit den kognitiven Prozessen des Hörverstehen. Gesprochene Sprache nimmt ein Großteil unserer täglichen Kommunikation ein. Hörende sind auf viele parasprachliche Informationen wie z.B. Prosodie oder Lautstärke, aber auch den Situationszusammenhang angewiesen.

Dazu kommen Informationen, die man nur durch das Auge aufnehmen kann: die Gestik und die Mimik, gleichzeitig aber auch das Lautbild des Mundes. Aber diese sind bei Hörverstehensübungen im DaF-Unterricht in der Regel nicht zugänglich. Erst alle diese aufzunehmenden Reize gemeinsam erlauben es, das Gehörte zu verstehen und zu interpretieren; für den Fremdsprachenunterricht und für das Testen des Hörverständnisses in Prüfungen muss man entsprechend vorgehen.

Auf die Wichtigkeit des Trainierens des Hörverstehens wird seit Ende der 1980er Jahre verstärkt hingewiesen, allerdings nimmt das Trainieren dieser Fertigkeit oft einen stiefmütterlichen Platz im Fremdsprachenunterricht ein, was oft an den technischen Voraussetzungen liegt, aber oft auch am methodisch-didaktisch eher langweiligen Umgang damit.

Die Einheit von verbalen und nonverbalen Äußerungen im Sprechakt ist der Normalfall. Das Weglassen der visuellen Komponente im Fremdsprachenunterricht führt in der Konsequenz zur Schweigsamkeit der Lernenden, da ihnen Möglichkeiten vorenthalten werden, einen Selbstbezug zur gesprochenen Fremdsprache zu entwickeln. Aber die gängigen Prüfungen erfordern nun mal eine gut durchdachte didaktisch-methodische Entscheidung, wie man die Vermittlung von Strategien zum Hörverständnis und die Stärkung des Hörverständnisses als solches im Unterricht passgenau üben kann.

Im praxisbezogenen Teil dieses Workshops wird genauer überlegt, wie Hörverstehen trainiert werden kann. Das ist besonders in einer fremden Sprache ein sehr komplexer Vorgang und vielen Faktoren unterworfen. Hierbei berücksichtigt werden der Umgang und die Vermittlung von Hörverstehens-Strategien passend zu den didaktischen Zielsetzungen. Es werden Hörtexte auch unter Berücksichtigung möglicher Mehrsprachigkeit analysiert erprobt. Weiterhin werden verschiedene Arbeitstechniken zu den verschiedenen Strategien erprobt und auf ihre Wirksamkeit hin hinterfragt.

Referent: Dr. Christoph Merkelbach, Zentrum für interkulturelle Kompetenz - Technische Universität Darmstadt

Termin: Donnerstag 27. September 2018, 15.30 - 18.30 Uhr

Ort: ICIT Padova – Via die Borromeo 16

Seminario in collaborazione con il Goethe-Institut rivolto agli insegnanti della scuola secondaria di I° e II°.

Per la partecipazione al seminario è necessario prenotarsi in segreteria (max 25 posti a disposizione - fino ad esaurimento posti) comunicando il proprio nominativo, nr. telefonico, e scuola/classe in cui attualmente si insegna.